Mit kleinen Kindern gestaltet sich eine Reise generell ja schon etwas schwieriger, als wenn man nur mit Erwachsenen unterwegs ist. Mit einem besonderen Kind wie der Mausbeere, das zusätzlich noch auf einige Hilfsmittel angewiesen ist, ist da selbst für kurze Reisen noch wesentlich mehr Planung vonnöten...

Mit kleinen Kindern gestaltet sich eine Reise generell ja schon etwas schwieriger, als wenn man nur mit Erwachsenen unterwegs ist. Mit einem besonderen Kind wie der Mausbeere, das zusätzlich noch auf einige Hilfsmittel angewiesen ist, ist da selbst für kurze Reisen noch wesentlich mehr Planung vonnöten und wenn wir zu einem verlängerten Wochenende aufbrechen, denken unsere Nachbarn vermutlich, wir wollen für fünf Jahre das Land verlassen, wenn sie uns beim Beladen der Familienkarosse beobachten.

Bislang sind wir mit unserer Tochter eigentlich erst dreimal für mehrere Tage verreist, also aus Spaß an der Freude - die diversen Klinikaufenthalte, für die man ja auch gefühlt den gesamten Hausstand mit sich schleppen musste, zähle ich hier mal nicht mit. Da spricht man ja schließlich auch nicht von Verreisen, auch wenn man dadurch einige Routine im Kofferpacken erlangt hat.

Der erste Urlaub, in dem die Dame ca. ein halbes Jahr alt war, war eigentlich noch vergleichsweise harmlos. Unser Sammelsurium an Hilfsmitteln war zu dem Zeitpunkt noch nicht so umfangreich wie heute und so unterschied sich unser Gepäck eigentlich nur durch Spritzen zum Sondieren der Nahrung und Ersatzmagensonden, so wie dem Überwachungsmonitor mit Zubehör von dem einer “normalen” Familie mit Baby. Das war noch eine vergleichsweise platzsparende Angelegenheit.

Ein knappes Jahr später war die Mausi dann durch unzählige Atemwegsinfekte leider auf etwas zusätzlichen Sauerstoff angewiesen, was uns aber nicht an unserem zweiten Mini-Urlaub mit Kind hindern sollte. Zu Hause haben wir einen riesigen Tank mit Flüssigsauerstoff stehen und für unterwegs haben wir einen kleinen Transport-Tank, den wir am großen aufladen können. Da dieser transportable Mini-Tank aber nur einen knappen Tag ausreicht, gibt es die Möglichkeit der Urlaubsversorgung und so haben wir von unserer Versorgungsfirma für unseren zweiten Urlaub einen Tank, den man im Auto mitnehmen kann, geliefert bekommen. Da unser Auto nicht gerade ein Raumwunder ist, waren noch einige Umbaumaßnahmen erforderlich, bis Tank, das restliche Gepäck und die reiselustige Familie endlich im Fahrzeug untergebracht waren.

Für Urlaub Nummer drei im nächsten Jahr waren wir dann etwas schlauer und haben uns den Flüssigsauerstoff gleich an den Urlaubsort liefern lassen (von dieser Möglichkeit wussten wir ein Jahr zuvor leider noch nichts) und so waren “nur” das übliche Gepäck und der Rest des mittlerweile recht stattlichen Hilfsmittelarsenals (inklusive Mini-Kühlschrank für die Nahrung) im Auto zu verstauen. Da die Dame mittlerweile über einen größeren Kindersitz verfügt, war auch das kein leichtes Unterfangen, aber mit etwas Bauch einziehen haben wir wieder alle unseren Platz gefunden.

Dafür waren diesmal noch einige kleinere Umbaumaßnahmen in unserer Unterkunft erforderlich, denn die Mausbeere hatte mittlerweile eine Ernährungspumpe, die zu Hause an einem Infusionsständer montiert ist, den wir aber nicht auch noch mitschleppen wollten. Im Hotelzimmer wurden also kurzerhand Garderobe und Kinderbett zweckentfremdet - manchmal muss man halt kreativ werden.

So ein Familienurlaub ist für uns wirklich mit viel Aufwand verbunden, aber wir freuen uns schon auf die nächst Reise!

 

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