Keine Zeit des Jahres ist mit so vielen intensiven Sinneseindrücken verbunden wie die Adventszeit und das darauf folgende Weihnachtsfest. Angenehme Düfte nach Anis, frischgebackenen Keksen oder Tannenzweigen, warmes Kerzenlicht, pieksende Tannennadeln, geheimnisvolles Glöckchenläuten, glitzernde und funkelnde Weihnachtssterne, die Kälte von Schneeflocken - all das ist nur ein kleiner Teil davon, was schon von Kindesbeinen an unsere Vorstellung von Weihnachten prägt. 

Bereits ein Hauch von Zimt lässt lebhafte Erinnerungen an die schönste Zeit des Jahres wach werden und man empfindet noch einmal die gespannte Erwartung, die man als Kind vor der Bescherung empfunden hat.

Wenn man mal genau darüber nachdenkt, findet man etliche Gemeinsamkeiten mit der Frühförderung, in deren Genuss viele Kinder mit Behinderung oder Entwicklungsverzögerung kommen. Ein großer Teil der Therapien basiert ja auf der Vermittlung von intensiven Sinneseindrücken, mit denen die Wahrnehmung der Kinder gezielt gefördert werden soll - quasi ein Fest für die Sinne auf Rezept!

Unsere Mausbeere bekommt ja drei unterschiedliche Arten von Frühförderung und wenn eine der Therapeutinnen mit ihrem Sammelsurium an Therapie-Spielzeugen die Treppe zu unserer Wohnung hinaufsteigt hört sich das manchmal schon mitten im Sommer so an, als wenn der Weihnachtsmann mit seinem glöckchenbehangenen Rentierschlitten im Anflug ist.

Fein klingelnde Glöckchen, ohne die man sich ein Weihnachtsfest ja gar nicht vorstellen könnte, finden sich nämlich an sehr vielen Spielzeugen, die in der Frühförderung eingesetzt werden. Dabei können das zum einen im Handel erhältliche Spielsachen sein, wie zum Beispiel Glöckchenstäbe, Greiflinge für Babys oder auch das Spiegelkarussell, dass unsere Mausbeere heiß und innig liebt. Zum anderen kann man auch selbst Gebasteltes mit Glöckchen versehen oder einfache Alltagsgegenstände mit ihnen aufmotzen. So werden zum Beispiel gerne Handschuhe mit einem Gesicht aus Filz und kleinen Glocken an jedem Finger versehen und man hat eine lustige Handpuppe oder sie geben einen Anreiz zum Erkunden der eigenen Füßchen, wenn sie an eine Socke des Kindes genäht werden.

Eine ganz besondere Bedeutung hat die Zeit der Lichter allerdings in der Sehfrühförderung, die Kindern mit visuellen Beeinträchtigungen helfen soll. Hier wird sehr viel mit starken - und somit gut sichtbaren - Kontrasten gearbeitet und natürlich wird Licht in jeder Form gezielt zum Setzen optischer Reize eingesetzt. Auch die Mausbeere hat diese spezielle Art der Frühförderung verordnet bekommen, die als einzige nicht bei uns zu Hause durchgeführt wird. Stattdessen fahren wir alle zwei Wochen zu einem speziellen Raum, der mit allerlei Lichtsystemen ausgestattet ist und von denen so manches doch schon wieder aus der guten, alten Weihnachtszeit “gemopst” wurde. Zum Beispiel gibt es dort einen Lichtschlauch, der im Advent viele Häuser oder Balkons ziert oder ein Vorhang mit lauter kleinen Lämpchen, den man zur Illumination von Bäumen oder Sträuchern benutzen kann. Auf dem schönen Wasserbett unter eben diesem Vorhang zu liegen ist für unser Töchterchen immer ein ganz besonderes Highlight - im wahrsten Sinne des Wortes!

 

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