Hallo, auf der Suche nach einem zweiten Paar Upsee Sandalen für meine Tochter Sophie, bin ich auf diesen Blog gestoßen. Da dachte ich mir, ich könnte euch unsere Erfahrungen über den Upsee berichten, der uns allen sehr viel Spaß macht. 
 
Zuerst sollte ich uns vorstellen. Wir, mein Mann Johann und ich Sonja, meine zwei Töchter Laura (9 Jahre) und Sophie (7 Jahre) leben in Österreich, Nähe Linz. Unsere Tochter Sophie lebt mit dem Rett-Syndrom. Das ist ein Gendefekt. Sophie kann keine gezielten Bewegungen machen, das heißt sie kann nicht gehen, greifen, deuten, etwas in den Händen halten, sich umdrehen, aufsitzen, jemanden umarmen.
 
Das Krabbeln hat sie leider wieder mit 2 Jahren verlernt, auch das selber essen, da es sich bei diesem Gendefekt um eine Rückentwicklung handelt. Auch die Verständigung ist schwierig, da Sophie nicht reden kann. ABER sie ist ein fröhliches, meist gut gelauntes Mädchen. 

Ihr Lachen erwärmt jedes Herz. 

Wir versuchen durch die unterschiedlichsten Therapien sie zu fördern bzw. dass die Rückentwicklung stagniert. Auch lassen wir nichts unversucht, Sophie doch noch fürs Gehen zu begeistern. 
Gehhilfen am Rehamarkt gibt es viele und wir haben auch schon einige gesehen und ausprobiert. Doch durch ihren hypotonen Muskeltonus und Gemütlichkeit hat sie bei keiner Gehhilfe einen Schritt selbst aktiv gemacht. Und der Preis so mancher Gehhilfe ist einfach zu groß, um nur einfach darin zu stehen und uns an(aus)zulachen, da wir nur darauf hoffen, dass Sophie endlich selbstständig ein Bein nach vorne schiebt.
 
Auch die Gehversuche zwischen den Beinen von Erwachsenen (uns oder Therapeuten) werden immer mühevoller.  Auf der einen Seite gehen uns die Hände aus, um sie zu halten und gleichzeitig ihre Füße zu bewegen, auf der anderen Seite wird Sophie auch immer größer und schwerer.
 
Zufällig haben wir dann von einer neuen Gehhilfe mit dem Namen „Upsee“ gehört. Die ersten Bilder und Videos im Internet waren sehr vielversprechend und auch finanziell erschwinglich. Dabei handelt es sich um eine Gehilfe, die von einer israelischen Mutter entwickelt und von der irländischen Firma „Leckey“ produziert und unter dem Namen „FireFly Upsse“ übers Internet vertrieben wird.
Und so funktioniert es: Ein Beckengurt verbindet den Erwachsenen mit dem Kind, das mit dem Oberkörper in einem eigenen Gurt steckt. Beide schlüpfen in ein Paar Doppelsandalen - und fertig. Wenn ich gehe, muss Sophie mitgehen.  Unsere Hoffnung ist dabei, dass Sophie dieses Bewegungsmuster kennen lernt und automatisiert, um selbst einmal aktiv den Fuß zu heben. 
 
Sophie taugt es total, ich denke, sie hat ein anderes Körpergefühl, eine andere Perspektive (steht gleichaltrigen Kindern gegenüber), kann so plötzlich Dinge tun wie Bälle kicken, Hände waschen stehend beim Waschbecken, tanzen mit ihrem großen Lieblingsteddybär (ein paar Videos dazu gibt’s auf www.rett-syndrom.at). Außerdem ist der Upsee leicht zum Mitnehmen, so ist er auch bei Besuchen oder im Urlaub immer mit dabei und sorgt für Abwechslung und Staunen bei anderen. Es macht Sophie wirklich Spaß.  (momentan eine halbe Stunde, denn ihr fehlen einfach noch die Muskeln). 
 
Wir haben den Upsee nun zirka ein Jahr lang und es zeigt sich, dass Sophie selbst das Gewicht übernimmt und auch lockerer in den Beinen wird und somit das Knie auch mitabwinkelt. Ich habe das Gefühl, sie freut sich, wenn wir im Haus oder Garten unterwegs sind. 
 
Lang Sonja, Hellmonsödt

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