Heute Morgen habe ich meine Tochter für ihren ersten, ganzen Tag im Kindergarten abgeliefert. Der erste Schultag ist für jedes Kind (und alle Eltern!) eine große Sache. Ich kann mich noch erinnern, wie ich um meinen  inzwischen 9 jährigen Sohn weinte und mich fragte, wie er es wohl in der großen Welt ohne seine Mama schaffen würde.

Der heutige Morgen jedoch, war schrecklich. Die 4 jährige Bella hat Spastic Diplegia Cerebral Palsy. Sie benutzt einen Rollstuhl und tut sich schwer, mit feiner Motorik. Sie kann nicht laufen oder ohne Hilfe stehen. Sie ist nun auf einer ganz normalen Schule und wird in eine Klasse kommen mit 29 normalen, gesunden Kindern.

Ich habe Angst davor, sie in andere Hände abzugeben.

Dies war ein langer Prozess, wir hatten ein Treffen nach dem anderen in der Schule und sie sind nun bereit, sich um Bellas körperliche Bedürfnisse zu kümmern. Ich weiß, dass sie dort sicher ist und ich weiß auch,  dass die Lehrer sie mögen werden, aber was ist wenn sie vergessen etwas zu tun oder sie zu schüchtern ist, um um Hilfe zu fragen wenn sie auf die Toilette muss?

Ich hatte Angst vor den Blicken der anderen Eltern und Kinder, die sie noch nie gesehen hatten. Ich habe mich an Ignoranz gewöhnt und, wie ich es erwartete, gab es gemischte Reaktionen. Manche Leute kamen und sagten Hallo, manche waren peinlich berührt (dies waren Leute, die früher unsere Freunde waren, jedoch nie wieder anriefen, nachdem Bella diagnostiziert war). Manche Kinder wollten ihren Eltern harmlose Fragen stellen über das Mädchen im Rollstuhl, jedoch wurde ihnen schnell gesagt, dass sie leise sein sollten. Ich hatte keine Zweifel, dass sie davon abgehalten werden sollten, mit Bella zu reden. Es ist dasselbe, egal wohin wir gehen. Bella hat Freunde und ich glaube auch, dass sie noch mehr  finden wird.

Ich habe Angst vor der akademischen Seite der Dinge.

Wir wissen noch nicht ganz genau, wie Cerebral Palsy sie beeinträchtigt. Ich wurde schon mehrmals gewarnt, dass sie vielleicht nicht auf einer öffentlichen Schule bleiben können wird und wir werden entscheiden, was das beste für sie ist, wenn es soweit ist.

Ich habe Angst, denn für 4 einhalb Jahre, war dieses kleine Mädchen mein täglicher Begleiter. Es ist so hart, so ermüdend, beängstigend und schrecklich einsam. Es gab Zeiten, in denen ich mich fragte, wie ich es schaffen soll. Doch es gab auch die wundervollen Zeiten. Sie ist so witzig und so unglaublich gütig und egal was ihr passiert, sie nimmt es mit einem wunderschönen Lächeln. Wir lieben dieselben Dinge und sie hilft mir dabei, zu realisieren, was wichtig ist im Leben. Es ist ein  solches Glück, dass ich sie habe.

Ich fühle mich auch schuldig, denn ich habe erkannt, dass ich sie behandelt habe als wäre sie jünger als sie ist, ich wollte mein Baby bewahren. Ich hoffe, dass Bella unabhängiger in der Schule wird. Ich fühle mich völlig verloren, ich war ihre Arme und ihre Beine für so lange, ich weiß gar nicht mehr wer ich bin. Ich werde sie so sehr vermissen. Ich bin noch nicht bereit, sie gehen zu lassen.

 

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