Seit unsere Mausbeere auf der Welt ist haben wir aus unterschiedlichen Gründen sehr viel Zeit in einer Klinik verbringen müssen - teils in der örtlichen Kinderklinik, aber auch in einer großen Uniklinik für die spezielleren “Baustellen”.

Krankenhäuser sind ja generell kein Ort, an dem man sich gerne aufhält (außer vielleicht man fühlt sich zu einer medizinischen Tätigkeit berufen und mag seinen Job). Früher hatte ich sogar eine regelrechte Krankenhausphobie und der Gedanke, mal längere Zeit in einem verbringen zu müssen hat mich regelrecht in Panik versetzt.

Seit unsere Mausbeere auf der Welt ist haben wir aus unterschiedlichen Gründen sehr viel Zeit in einer Klinik verbringen müssen - teils in der örtlichen Kinderklinik, aber auch in einer großen Uniklinik für die spezielleren “Baustellen”. Die ersten vier Wochen ihres Lebens hat sie auf der Intensivstation für Neugeborene und Frühchen verbracht und so war es eine Selbstverständlichkeit für uns als Eltern, dort so viel Zeit wie möglich zu verbringen.

In dieser Zeit hatte ich auch wirklich genug andere Dinge im Kopf, als die gute alte Klinikphobie zu “pflegen”. Nach den ersten Tagen, in denen noch alles sehr neu war, kam irgendwie schon eine gewisse Routine in unsere täglichen Besuche dort. Und dann erlebten wir in dieser Umgebung plötzlich auch sehr schöne Momente, wie das erste Kuscheln mit dem noch extrem winzigen kleinen Mädchen oder der erste Windelwechsel (ich bin immer noch schweißgebadet, wenn ich daran denke). Nach vier Wochen ging es dann aber zum Glück nach Hause und wir hatten erstmal viele Monate Ruhe vor längeren Klinikaufenthalten.

Insbesondere in ihrem ersten Winter haben uns dann aber diverse Atemwegsinfekte regelmäßig wieder in die nah gelegene Kinderklinik gebracht. Anders als auf der Intensivstation durfte ich als Mama jetzt immer mit einchecken und so habe ich selbst plötzlich viele Tage und Nächte im Krankenhaus verbracht - zwar nicht als Patientin, aber als Mutter würde man seinem Kind die Krankheit ja liebend gerne abnehmen und ist irgendwie gleich mit krank.

Wir haben in der Zeit schon immer gescherzt, dass wir die Kinderklink langsam als Zweitwohnsitz anmelden könnten, so oft sind wir dort aufgetaucht. Aber zum Glück konnte dem Beeren-Kind immer recht schnell geholfen werden und so waren die Tage, in denen man lediglich die medikamentöse Therapie aussitzen musste, doch immer recht entspannt.

Zu den Schwestern hatte man schon ein sehr herzliches Verhältnis entwickelt und auch die Reinigungskraft hat sich regelmäßig gefreut, dass “ihre kleine Prinzessin” wieder da ist (Zitat: “Ach ist das schön, dass Sie wieder da sind - äh, eigentlich ist das gar nicht schön - aber ich freue mich trotzdem!”). Gewisse positive Seiten konnte ich diesen Klinikaufenthalten doch auch immer abgewinnen, denn so viel exklusive Zeit fürs Kind hatte ich ja zu Hause nicht - das Essen wurde gebracht, der Haushalt war weit weg und der übliche Terminmarathon wurde kurzerhand abgesagt.

Ich finde Klinikaufenthalte zwar immer noch in keinster Weise erstrebenswert, aber ich habe nun doch durchaus schöne Momente in einem Krankenhaus erlebt, das hätte ich früher nie gedacht!

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