Wenn man ein Kind erwartet oder gerade eins bekommen hat, stolpert man heutzutage früher oder später unweigerlich über den Begriff der “Frühförderung”. Dabei soll einem Baby oder Kleinkind möglichst früh ein gewisses Maß an Bildung nahe gebracht werden, zum Beispiel in Form einer Fremdsprache, oder auch durch Musik.

Wenn man ein Kind erwartet oder gerade eins bekommen hat, stolpert man heutzutage früher oder später unweigerlich über den Begriff der “Frühförderung”. Dabei soll einem Baby oder Kleinkind möglichst früh ein gewisses Maß an Bildung nahe gebracht werden, zum Beispiel in Form einer Fremdsprache, oder auch durch Musik. Ehrgeizige Eltern, die natürlich nur das Beste für Ihre Kinder wollen, erhoffen sich davon Vorteile für den weiteren Bildungsweg ihrer Sprösslinge - vielleicht kann dadurch ja sogar die lästige Schulzeit übersprungen werden und das Kind gleich mit sechs Jahren an der Uni unterkommen!

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, die diese Art der frühkindlichen Bildung für vollkommen übertrieben halten. Auch ich tendiere eher zu der Auffassung, dass Ottonormalbaby sich in erster Linie dafür interessiert, dass der Bauch voll und die Windel trocken ist und immer jemand zum Kuscheln parat steht. Außerdem sind die noch relativ neuen Erdenbürger mit der Entdeckung ihres eigenen Körpers und dessen Funktionsweise, sowie mit der Erkundung der näheren Umwelt voll und ganz ausgelastet, so dass man sich den VHS-Kurs “Japanisch im Windelalter” ruhigen Gewissens schenken kann.

Mit einem besonderen Kind wird man auf eine ganz andere (und meiner Meinung nach viel sinnvollere) Art und Weise mit dem Begriff “Frühförderung” konfrontiert. Als unsere Mausbeere ein paar Monate alt war, haben auch wir durch eine Informationsveranstaltung an der örtlichen Kinderklinik von der frühen Förderung von behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern erfahren. 

Wenn ein Kind aus sich aus irgendeinem Grund nicht “normal” entwickelt - sei es aufgrund von Frühgeburt, Krankheit oder einer genetischen Ursache - steht ihm sogar vom Gesetz her eine heilpädagogische oder sinnesspezifische Förderung zu und ist für die Eltern sogar kostenfrei. Dabei ist die Bandbreite der Fördermaßnahmen sehr groß - manche Kinder mit einer leichten Entwicklungsverzögerung oder Verhaltensauffälligkeit brauchen vielleicht nur einen Schubser in die richtige Richtung, während Kinder mit größeren Einschränkungen eine ganzheitliche Förderung benötigen und auch bekommen.

Das ist doch wirklich eine feine Sache und da unser besonderes Töchterchen eigentlich in allen Bereichen etwas Nachhilfe braucht, haben wir uns flugs an die zuständige Frühförderstelle gewandt. Bereits kurze Zeit später kam dann zum ersten mal unserer Therapeutin und hat angefangen, die Mausbeere auf spielerische Art und Weise zu fördern.

Das tut sie heute immer noch einmal in der Woche und geht dabei immer super auf den aktuellen Entwicklungsstand ein, probiert neue Dinge aus und - was ich besonders wichtig finde - gibt auch Tipps, wie man das ganze auch im Alltag weiterführen kann. Später kamen dann bei uns noch die spezielle Seh- und Hörfrühförderung dazu, die nochmal genauer auf die jeweiligen Sinne eingeht.

Wenn Frühförderung also auf die richtige Art betrieben wird, ist das wirklich eine tolle Sache!

Things you might like

Other articles you might enjoy...

Survey icon

Public Opinion…

Do you use poppered vests or bodysuits?