Die Adventszeit mit dem Weihnachtsfest als Höhepunkt ist ja immer eine ganz besondere Zeit im Jahr. Besonders liebe ich es immer, über die Weihnachtsmärkte zu schlendern, dort die weihnachtlichen Düfte zu genießen und hier und dort etwas Leckeres zu essen oder zu trinken.

Natürlich habe ich mich auch ganz besonders auf die erste Weihnachts-Saison mit unserer Mausbeere gefreut - sie war da ungefähr neun Monate alt - und mir schon ausgemalt, mit dem Kinderwagen über den Weihnachtsmarkt zu schieben. Sie liebt seit jeher alle Art von Lichtern und dort gibt es ja, insbesondere im Dunkeln, jede Menge davon zu bestaunen.

Leider lief unsere erste Adventszeit mit Baby dann etwas anders ab als erwartet, denn wir haben leider den Großteil davon in der Kinderklinik verbringen müssen. Mit der kalten Jahreszeit geht ja leider auch immer die Infekt-Saison los, von der kleine Kinder oft sehr viel abbekommen, da ihr Immunsystem erst noch reifen muss. Die Mausbeere hatte gleich ein besonders fieser Atemwegsinfekt erwischt, der dafür gesorgt hat, das das Kind zusätzlichen Sauerstoff benötigte.

Bis auf den zusätzlichen Sauerstoffbedarf ging es der Mausbeere zum Glück recht gut und so haben wir es uns in der Kinderklinik so gut es ging gemütlich gemacht. Sogar der Nikolaus hat unser Töchterchen im Krankenhaus aufgestöbert und ihr auch dort das Stiefelchen gefüllt.

Nach ungefähr einer Woche wurden wir dann entlassen, aber nur um uns drei Tage später wieder im Krankenhaus wiederzufinden. Auch diesmal war der zusätzliche Sauerstoffbedarf eigentlich der einzige Grund für unseren Klinikaufenthalt und da nicht abzusehen war, dass unsere Tochter in der nächsten Zeit dauerhaft ohne zusätzlichen Sauerstoff auskommen würde, hat die Klinik uns eine Heim-Versorgung mit Flüssigsauerstoff bestellt. Solange diese noch nicht eingetroffen war, war leider auch nicht an eine erneute Entlassung zu denken und so war es auch ungewiss, ob wir die mit großen Schritten nahenden Feiertage zu Hause oder in der Kinderklinik würden verbringen müssen. Zum Glück ist die Sauerstoff-Versorgung rechtzeitig bei uns eingetroffen und wir wurden drei Tage vor Heiligabend am Freitagnachmittag aus dem Krankenhaus entlassen!

Leider hatten wir in den Adventswochen durch die Klinikaufenthalte überhaupt keine Zeit, uns auf Weihnachten vorzubereiten und so fehlte uns unter anderem auch das allerwichtigste: der Weihnachtsbaum. Der auf unseren Entlassungstag folgende Samstag war gleichzeitig auch der letzte Werktag vor Heiligabend und somit die letzte Möglichkeit, einen Baum für uns zu kaufen. Allerdings mussten wir mit Schrecken feststellen, dass alle üblichen Verkaufsstände schon ausverkauft und geschlossen waren. Am Ende hatten wir dann aber doch noch Glück und konnten bei einem Händler, der ebenfalls schon am einpacken war, noch ein kleines, etwas schief gewachsenes Bäumchen ergattern.

Unter diesem etwas ungewöhnlichen Tannenbaum konnten wir am Ende dieser ebenfalls ungewöhnlichen Adventszeit dann doch noch ein richtig schönes, erstes Weihnachtsfest mit unserer Tochter feiern!

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